World of Warcraft als eSport Disziplin

World of Warcraft als eSport Disziplin

World of Warcraft (WoW) ist eines der meist gespielten Videospiele im Internet und so ist es nicht verwunderlich, dass verschiedene nationale und internationale Turnierveranstalter auf den Titel setzen. Wir stellen euch das PvP im Spiel kurz vor und gehen auf seine eSport Fähigkeit ein. Abschließend erklären wir euch wieso der Titel online nicht unumstritten ist.

World of Warcraft kam am 23. November 2004 auf den Markt und die ersten Jahre war PvP total anders – es gab kein Balance zwischen den Klassen, Schurke konnte dich in paar Sekunden fertig machen, Magier hat dich für eine ganze Minute in ein Schaf verwandeln können, Alteractal dauerte manchmal ein Tag oder sogar noch länger. Ganz viel coole Information, die viele bestimmt nicht gewusst haben, hat Palidan auf MMO-Champion zusammengestellt. Es gab vieles, was mit der Zeit durch Beschwerden oder Ausgleichung der Klassen von Herstellern geändert wurden. Jede Expansion hatte was Neues auch für PvP-Spieler. Wesentliche Änderung kam mit der Veröffentlichung von der Arena in TBC, gleichzeitig setzte Blizzard sehr viel auf Balance zwischen den Klassen und das Tor zu eSport hat sich geöffnet.
Ende 2010 kam die dritte Erweiterung Cataclysm heraus und sollte die Schwächen im PvP-Bereich lösen. Allerdings ist dies nicht ganz gelungen.
Bis heute aber bleibt ein Aspekt unverändert – die Länge einer Runde auf der Arena – die Beteiligten (zumindest die Besten) kämpfen solange, bis die Heiler „oom“ (out of Mana) gehen. Dieser Fakt verwirrt viele gute Spieler, wie auch die Zuschauer. Alle eSport-Beteiligte sind schon daran gewöhnt, dass die eSport-Disziplinen entweder schnelle Runden wie fast alle Shooter, Missionen wie z.B. Wolfenstein oder spannende Kämpfe wie Starcraft (was in dem Sequel sogar verbessert wurde) haben. WoW hat das alles nicht, bis heute sind die eSport-Spezialisten der Meinung, dass WoW als eSport-Disziplin nur dank der massiven Anzahl an Spielern überleben könnte. Dank der gleichen Spieler hat Blizzard Zeit Veränderungen zu machen. Jedoch wird es wahrscheinlich nicht Heute und nicht Morgen sein, wie es aussieht, sind die Hersteller zufrieden mit heutigem PvP. Wir hoffen, dass die Pandaren Erweiterung was radikales bring. Aber nicht zu vergessen – dieses Spiel ist so massive, dass jede Änderung noch größere Verantwortung trägt und ungewünschte Ergebnisse bringen kann, was auch die Veteranen des PvP abschrecken wird.
Doch wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Blizzard gab vor einem Monat bekannt, dass sie mit massiven Spielerabgängen zu kämpfen haben. Die Frage bleibt, ob dieser Trend wieder gedreht werden kann. Vor allem wird in wenigen Monaten das hauseigene Diablo 3 auf den Markt kommen und somit für Konkurrenz sorgen. Die Strategie des Publishers liegt offenkundig darin, mit dem vierten Expansion Pack „Mists of Pandaria“, dass auf der BlizzCon 2011 angekündigt wurde, die Kehrtwende zu schaffen. Wir hoffen auf das Beste!

Turniere in World of Warcraft

Obwohl der virtuelle Sport in Deutschland keine offizielle Sportart darstellt, haben sich hierzulande diverse professionelle Strukturen und Ligen entwickelt. Vorreiter ist die 2000 gegründete Electronic Sports League (ESL) mit Sitz in Köln. Mit der Etablierung eines Profibereichs, der ESL Pro Series (EPS) ist die Liga noch heute der erste Anlaufpunkt für professionelles Gaming.
Derzeit ist der Titel World of Warcraft hier allerdings nicht vertreten, was aufgrund oben aufgeführter Mängel im PvP-Bereich auch nicht weiter verwunderlich ist. Mit der dritten Erweiterung versuchte Blizzard jene Problematik zu lösen – allerdings ohne Erfolg. Eventuell verspricht die vierte Auflage von WoW Besserung.
International ist die 2001 ins Leben gerufene und von Samsung finanzierte World Cyber Games (WCG) das Maß der Dinge. In diesem Jahr gehörte hier WoW aber zu den offiziellen Disziplinen und man darf gespannt sein, ob es im nächsten Jahr im chinesischen Kunshan weiterhin dazugehören wird.

Neueinsteiger in anderen Disziplinen

Ein Titel, der einen großen Aufschwung erlebt, ist League of Legends von Riot Games. Der Hersteller tut auch viel dafür, dass das so bleibt. Nach anfänglichen Serverproblemen sind die Spieler inzwischen zufrieden und E-Sport Turniere werden regelmäßig mit Preisgeldern unterstützt. Daher gibt es hier zurzeit auch eine EPS. Zurzeit experimentiert die ESL auch mit alternativen Spielarten wie Poker. Jenes Spiel verzeichnet nach dem Sieg der Weltmeisterschaft von dem Deutschen Pius Heinz ebenfalls steigende Spielerzahlen.

Viele Grüße
-derMOE-

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